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Bible-Basics: Tipps fürs Bibellesen

Für Menschen, die bisher wenig Erfahrung mit der Bibel haben, kann dieses alte und ehrwürdige Buch zunächst abschreckend wirken. Doch keine Bange: Die Bibel ist weder altmodisch noch kompliziert. Sie spricht alltagsnah in unser Leben hinein – und zeigt uns den, der »Freude in Fülle« (Psalm 16,11) schenken möchte.

Hier ein paar praktische Tipps, wie Bibellesen zur Freude wird und du den wahren Zweck der Heiligen Schrift für dich persönlich entdeckst:

1 . Bete

Die Bibel ist Gottes Wort. Das bedeutet, sie kommt von Gott, er spricht durch sie zu uns. Zwar waren es menschliche Autoren, welche die Texte abfassten, aber – so formuliert es Petrus im NT – »getrieben vom Heiligen Geist haben Menschen in Gottes Auftrag geredet« (2 Petr 1,21).

Darum ist es gut, mit einem persönlichen Gebet zu beginnen. Lade Gott ein, durch sein Wort zu dir zu sprechen. Solch ein Gebet könnte zum Beispiel so lauten: »Gott, ich möchte dich kennenlernen. Sprich zu mir – ich bin hier und höre dir zu.«

2. Beachte den Kontext

Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, die Bibel sei eine lockere Aneinanderreihung separater Glaubenssätze. Das Gegenteil ist der Fall! Wenn der Kontext, also der unmittelbare Zusammenhang des jeweiligen Textes, zu wenig Beachtung findet, geht das Bibellesen meist schief.

Am besten klappt es, wenn du dir eins der 66 Bibelbücher aussuchst, und es von vorne bis hinten durchliest. Manche Bücher sind so kurz, dass du sie auf einen Rutsch durchlesen kannst, andere sind länger und brauchen mehr Zeit. So oder so, lese den gesamten Text – du wirst bemerken, dass sich die Botschaft der Bibel beim Lesen entfaltet. Die Zusammenhänge sind wichtig ! Achte darauf, aus welchem Teil der Bibel das Buch stammt, das du gerade liest. Texte aus dem AT sprechen natürlich nicht direkt von Jesus Christus, aber sie deuten sein späteres Kommen und Wirken bereits an (ein eindrucksvolles Beispiel dafür findest du in Jesaja 52,13–53,12). 

NT-liche Autoren entwickeln in den Briefen ihre Botschaft durch Argumente, die aufeinander aufbauen. Paulus folgt häufig einem Muster: Zuerst beschreibt er, was Gott durch Jesus getan hat (z. B. in Epheser 1–3), und danach, was das für Christen im praktischen Leben bedeutet (Epheser 4–6).

Beachte also den Kontext und lies ganze Bibelbücher im Zusammenhang, es lohnt sich.

3. Stelle Fragen

Wer fragt, versteht mehr. Das gilt für alle Texte, auch für die Bibel. Stelle dir beim Lesen folgende Fragen:

Was lerne ich hier über Gott? Über sein Wesen, seine Werte, seine Ziele und Pläne?

Was lerne ich hier über mich und Menschen im Allgemeinen? Wo wird ein Problem beschrieben, das ich auch habe? Werden Herzenshaltungen und Taten beschrieben, die böse oder ungerecht sind? Wie steht es in diesem Bereich bei mir persönlich?

Was lerne ich hier über das Evangelium? Wo zeigt mir Gott, dass Jesus die Antwort auf meine Sünden ist? Wo finde ich hier die Gnade, die Gott zugesagt hat ? Und : Was ist mein Part beim Annehmen dieser Gnade?

4. Erkenne Jesus

Im Johannes-Evangelium sagt Jesus den Menschen klar, dass sie das ewige Leben nicht alleine durch das Lesen der Heiligen Schrift finden werden:

Ihr sucht in den Schriften, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie sind’s, die von mir zeugen (Joh 5,39);

Jesus wertet hier die Bibel nicht ab, sondern vermittelt uns den richtigen Blick auf sie. Die Schriften haben eine Hauptaufgabe: Von Jesus zu zeugen. Aufzuzeigen, wer er ist und was er für uns getan hat. Darum: Halte beim Bibellesen Ausschau nach Jesus! Gottes Wunsch ist es, dass Jesus durch den Glauben in dein Leben tritt:

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir (Offb 3,20).